FAQ

1. Welche Rolle hat ein Quartiersmanager?
2. Was sind Nachbarschaften?
3. Was sind Module?
4. Was sind IKT?
5. Was bedeutet „sich digtal vernetzen“?
Weitere Informationen
1. Welche Rolle hat ein Quartiersmanager?

Ein Quartiersmanager trägt mit spezifischen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in einer Nachbarschaft bei. Quartiersarbeit bedeutet dementsprechend, dass das gesellschaftliche Leben in einem Quartier nach unterstützenden Rahmenbedingungen gestaltet wird und ein selbstbestimmtes Leben gefördert wird.

2. Was sind Nachbarschaften?

Als Nachbarschaft oder Quartier wird ein sozialer Nahraum bezeichnet, der von verschiedenen Rahmenbedingungen abgegrenzt wird.
Faktoren hierbei können zum Beispiel Infrastrukturen, demographische Faktoren, sozialer Status der Bevölkerung, lokale Dienstleistungen, usw. sein.

3. Was sind Module?

Quartiersplattformen sind dadurch charakterisiert, dass Sie verschiedene Funktionalitäten zur Kommunikations-, Organisations- und Kooperationsunterstützung vereinen.

Eine Analyse der verschiedenen verfügbaren Plattformen in Deutschland (nextdoor.de, nebenan.de, nachbarschaft.net, hakisa.com, WirImQuartier, etc.), der Schweiz (crossiety.ch, fürenand.ch, 2324.ch) und Österreich (fragnebenan.com, meinbezirk.at) sowie verschiedener Forschungsprototypen ergab, dass acht Module für die IKT-Nutzung in Quartiersentwicklungsprojekten wichtig erscheinen [1]:

  1. Gruppen
  2. Schwarze Bretter
  3. Quartierskalender
  4. Nachrichten
  5. Quartierskontakte
  6. Ressourcen-Kalender
  7. Neuigkeiten (aggregierte News-Seite)
  8. Umfragen

Die Module können dabei unterschiedlich und mehrfach verwendet werden (z.B. eine Tafel zum Teilen von Waren und eine andere zum Teilen von Dienstleistungen)[1].

4. Was sind IKT?

Mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) werden Nachbarschaftsplattformen technisch unterstützt. Hierbei ist eine plattformübergreifenden Benutzoberfläche gemeint, die technikgestützte Konzepte und Lösungen zur Übermittlung von Informationen nutzt.

Das heißt, es befindet sich eine Applikation auf dem Smartphone, Tablet oder (Webanwendungen für den) Computer, die verschiedene Funktionen zur Vernetzung und Kommunikation beinhaltet.

Diese Funktionen sollen individuell auf die Bedürfnisse der Gemeinde abgestimmt und seniorengerecht dargestellt sein.

5. Was bedeutet sich „digital vernetzen“?

Eine digitale Vernetzung trägt zur Förderung des sozialen Kapitals bei. Insbesondere in Form von losen Beziehungen innerhalb der Nachbarschaft oder beim Bilden von gemeinschaftlichen Interessengruppen.

Dies erfolgt über die Nutzung von digitalen Kommunikationsmedien, in Form von digitalen Nachbarschaftsplattformen und Medien mit Sozialraumbezug.

Sehr bedeutend ist die Vernetzung in Hinblick auf die Singularisierung von Haushalten, also dem zunehmenden alleine Wohnen im fortgeschrittenen Lebensalter, da das absolute Alter im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung steigt. Somit ist es immer mehr Menschen nicht möglich, auf eine familiäre Unterstützung im Alltag zurückgreifen zu können.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu möglichen Begrifflichkeiten können auf der Webseite des Wikis living lab AAL entnommen werden.